
UNSER HERDECKE 11
ECKDATEN HERDECKE
Flächengröße: ca. 22,4 km2
= 2.240 ha
Flächennutzung:
Gebäude und Freifläche 539 ha
Wald 879 ha
Wasser 66 ha
Erholungsflächen 48 ha
Betriebsflächen 11 ha
Landwirtschaft und
sonst. Flächen 527 ha
Verkehrsfläche 170 ha
Ausdehnung:
Ost-West ca. 8 km
Nord-Süd ca. 5 km
höchste Stelle: 274 m ü. NN
„Auf dem Heil“
tiefste Stelle: ca. 80 m ü. NN,
Wasserspiegel der
Ruhr bei Gedern
Im März 2017 verzeichnete die Bevölkerungsstatistik
24.018 Einwohner.
KLEINE GESCHICHTE
EINER GROSSARTIGEN
STADT
Im Jahre 2014 wurden 275 Jahre Stadtrechte
gefeiert. In all den Jahren hat Herdecke
einen enormen Aufschwung erfahren und
immerhin seine Selbständigkeit zwischen
den Großstädten Dortmund und Hagen
behauptet.
Etwa um 800 n. Chr. ist als Keimzelle ein
Kanonissenstift belegt, was etwa 1.000 Jahre
Ortsgeschichte mit geprägt hat. Unter der
Führung des Stiftes und aufgrund der ausgezeichneten
Verkehrslage entwickelte
sich Herdecke zu einem vielbesuchten
Handelsplatz. Bereits 1355 erhielt Herdecke
das Marktrecht.
Die 1850er Jahre stehen im Zeichen des
Eisenbahnbaus und einer erschütternden
Hungerkatastrophe. Es ist aber auch eine
Epoche des Aufbruchs: Herdecker Steine
erobern die Welt. Österreich – Ungarn,
Amerika und Russland bauen ebenso mit
Sandstein aus den Herdecker Brüchen wie
die heimischen Firmen bei der Erstellung
des Dortmund-Ems-Kanals.
Im letzten Viertel des Jahrhunderts kommt
es zur Gründung der Herdecker Sparkasse
(heute Sparkasse HagenHerdecke) und der
Freiwilligen Feuerwehr sowie zum Bau des
Ruhrviadukts. Zahlreiche Neugründungen
von Industriebetrieben leiten einen wirtschaftlichen
Aufschwung ein, der sich bis
zum Ersten Weltkrieg fortsetzt. Der Krieg,
die Nachkriegszeit und die Ruhrbesetzung
durch französische Truppen bis 1924 fordern
den Menschen viel ab.
Der Zweite Weltkrieg bringt wie überall
auch für Herdecke viel Leid. Unzählige Tote
sind zu beklagen, obwohl die Zerstörung
der Stadt – immerhin zwischen den Großstädten
Dortmund und Hagen – nur geringe
Ausmaße zu verzeichnen hat.
Etwa ab Anfang der 1950er Jahre geht die
Stadterweiterung vorwärts – 1939 wurde
bereits das bis dahin selbständige Ende der
Stadt eingemeindet.
Neue Baumaßnahmen, insbesondere Wohnungsbau,
werden in den Stadtteilen
Herdecke-Ost, Sonnenstein, Ostende und
Kirchende begonnen. In den sechziger und
siebziger Jahren werden viele Entscheidungen
und Maßnahmen getroffen, die sich bis
heute in Herdecke positiv auswirken. Insbesondere
die Umgehungstraße der B54
und die damit verbundene Altstadtsanierung
haben das Stadtbild geprägt. Die vergangenen
Jahre standen ganz im Zeichen
der Entwicklung der Industriebrache „Westfalia“
zwischen Innenstadt und Ruhr sowie
der Umbauarbeiten in der unteren Hauptstraße
und des Kampsträter Platzes.
Ein langer und oft auch steiniger Weg, doch
er hat Herdecke zu dem gemacht, was es
heute ist: eine liebenswerte und (er)lebenswerte
Stadt. Von ihren Bürgerinnen und
Bürgern geliebt, von ihren Nachbarn und
Gästen bewundert.