40 LEBEN IN HERDECKE
KONTAKT
KINDER REDEN MIT – DAS KIJUPA
„Kinder mischen
mit, Jugendliche
wollen gefragt
werden, Herdecker
Mädchen und
Jungen entwickeln
ihre eigenen Vorstellungen
von ihrer Stadt!"... und damit das
auch wirklich funktioniert, gibt es schon
seit fast 20 Jahren das Kinder- und Jugendparlament
– kurz KiJuPa – in Herdecke.
Kinder und Jugendliche haben ein Recht
auf Beteiligung. Das geht aus dem Kinder-
und Jugendhilfegesetz (KJHG) und der UN-
Kinderrechtskonvention hervor.
Die Mitglieder des Herdecker Kinder- und
Jugendparlamentes beteiligen sich seitdem
aktiv an kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen,
die das Leben von Kindern
und Jugendlichen in ihrer Stadt betreffen.
Etwa drei Mal im Jahr gibt es offizielle Parlamentssitzungen.
Außerdem treffen sich die
jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarier
zwischendurch, um Projekte zu planen,
Aktionen zu veranstalten, oder gemeinsame
Fahrten zu unternehmen.
DIE RECHTE DES
PARLAMENTES
Das wichtigste Thema des KiJuPa ist, was in
Herdecke für Kinder und Jugendliche verbessert
werden kann. Es geht also um Kommunalpolitik.
Damit das KiJuPa diesen Auftrag erfüllen
kann, hat es das Recht, Anträge an Rat
und Ausschüsse zu richten. Es kann auch Beschlüsse
fassen und eigene Projekte umsetzen.
Außerdem wird dem KiJuPa Gelegenheit
gegeben, bei der Beratung in den Gremien
Stellung zu den Anträgen zu nehmen.
Das KiJuPa wird immer dann gefragt, wenn
Entscheidungen der Stadt die Interessen
von Kindern und Jugendlichen betreffen.
Um dies sicherzustellen, informieren die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung
das KiJuPa über ihre Planungen
und Aktivitäten. Bürgermeisterin Dr. Katja
Strauss-Köster ist die Vorsitzende des Parlamentes.
Sie sorgt dafür, dass das KiJuPa
immer beteiligt wird, wenn Maßnahmen
der Stadt die Interessen von Kindern und
Jugendlichen berühren.
In den Sitzungen entscheiden die Mitglieder
des KiJuPa dann über die Anträge. Ein
Parlamentsmitglied ist sogar beratendes
Mitglied im Herdecker Jugendhilfeausschuss,
denn dort werden viele Entscheidungen
getroffen, die für die Jugend in Herdecke
wichtig sind.
WER KANN MITMACHEN?
Alle Herdecker Schülerinnen und Schüler,
die in die fünfte bis zehnte Jahrgangsstufe
gehen, können mitmachen. Bei den Wahlen
stimmen die Schulkameradinnen und Schulkameraden
dann ab, welche Kandidatinnen
und Kandidaten in das KiJuPa kommen.
Es sind keine Vorkenntnisse für die Mitgliedschaft
erforderlich! Mit der Hilfe der
Geschäftsführung werden den Jungparlamentarierinnen
und -parlamentariern alle
Grundlagen vermittelt und Grundsätze der
Arbeit im Parlament erklärt.
Damit auch Grundschulkinder mitreden
können, gibt es einen Arbeitskreis „Kooperation
Grundschule“. Dafür werden an jeder
Herdecker Grundschule zwei Vertreterinnen
und Vertreter aus den dritten und vierten
Klassen gewählt. Diese Wahlen finden
jedes Jahr in den ersten vier Schulwochen
nach den Sommerferien statt.
Anna Baumann
Jugendamt
Goethestraße 14,
58313 Herdecke
anna.baumann@
herdecke.de
Telefon: 02330 611270
Fax: 02330 61115270
www.herdecke.de
ARBEITSKREISE UND
PROJEKTE
Das KiJuPa arbeitet an verschiedenen Themen
und Projekten. Diese werden in kleinen
Arbeitskreisen vorbereitet. Ein Beispiel
ist die jährliche Wunschbaumaktion zu
Weihnachten. Erstmals im Jahr 2000 haben
sich die Herdecker Jungparlamentarier/
innen mit dem „Wunschbaumprojekt"
dafür stark gemacht, dass Kinder, deren
Eltern finanziell nicht so gut gestellt sind,
zu Weihnachten ein zusätzliches Geschenk
bekommen.
Mittlerweile verfügt das preisgekrönte Projekt
über viele Nachahmer in anderen Städten
und hat sich als ein fester Bestandteil in
der Herdecker Weihnachtszeit etabliert.
Außerdem unterstützen viele Herdeckerinnen
und Herdecker diese Aktion seit Jahren.
Dem Engagement und der Bereitschaft der
Menschen, einem fremden Kind zu Weihnachten
einen Wunsch zu erfüllen, verdankt
das Projekt seinen andauernden Erfolg.
Mehr zu den aktuellen Aktionen und Projekten
erfahren Interessierte auf der städtischen
Homepage unter dem Link
www.herdecke.de/kijupa.
/herdecke.de
/www.herdecke.de
/kijupa